Donnerstag, 3. September 2009

Georgia Mint Julep with a twist

"There are many varieties, such as those composed of Claret, Madeira, etc.; but the ingredients of the real mint-julep are as follows. I learnt how to make them, and succeeded pretty well. Put into a Tumbler about a dozen sprigs of the tender shoots of mint, upon them put a spoonful of white sugar, and equal proportions of peach and common brandy, so as to fill up one third, or perhaps a little less"
Frederick Marryat, A Diary In America (1939)


Der Georgia Mint Julep wird in Ted Haighs Vintage Spirits and Forgotten Cocktails als mögliche Urform des Mint Julep gepriesen. Eine potente Liason aus Cognac, Peach Brandy, Zucker und Minze. Die erste schriftliche Dokumentation des Mint Julep als solchem geht auf das Jahr 1803 zurück. Besagter Peach Brandy, so Ted Haigh hatte nichts mit dem heutigen süßen Likör auf Pfirsichbasis zu tun, sondern war vielmehr ein echter, gealterter Pfirsichbrand. Als Anmerkung findet man darauf, das zu Zeiten der 20iger Jahre dann auch vermehrt Quellen darauf hinweisen, dass mit süßem Peach Brandy UND auch Apricot Brandy gemixt wurde. An diesem leicht abgewandelten Georgia Mint Julep mit Apricot Brandy habe ich mich die Tage versucht.



"Georgia Mint Julep, Apricot Twist"
4 cl Cognac (z.B. Frapin V.S.O.P.)
2 cl Apricot Brandy (z.B. Marie Brizard Apry)
10 bis 15 Blatt mentholarme Minze
Mengen je nach Bechergröße anpassen!


1. Minze mit einpaar Tropfen des Apricot Brandy im Silberbecher leicht andrücken und die Innenwände des Bechers mit dem feinfrischen Aroma benetzen.
2. Eis frisch crushen: Sehr kalte Eiswürfel in ein Handtuch legen und auf einer festen Unterlage mit einem Knüppel oder Hammer zertrümmern. Silberbecher etwa zur Hälfte mit crushed ice befüllen. ACHTUNG: Ab diesem Augenblick sollte der Silberbecher nur noch am Sockel berührt werden, damit sich die Frostschicht auf dem Silber gleichmäßig bilden kann.
3. Cognac hinzugeben und verrühren.
4. Ein weiteres mal mit crushed ice befüllen, fast voll machen. Apricot Brandy dazugeben und rühren. Es sollte sich nun eine Frostschicht an der Außenwand bilden.
5. Kurzen Trinkhalm am Becherrand platzieren. Restliches crushed ice zum Bau eines fetten Eisbergs auf dem Drink verwenden. Reichlich Minzzweige leicht in der Hand anklatschen und neben dem Trinkhalm platzieren. Fertig. Wetten abgeben, Pferderennen angucken, Jubeln, Genießen.

Kentucky Spearmint

Ein toller Drink, der auch optisch sehr überzeugt. Seinem berühmten Bruder, dem Mint Julep mit Whiskey ebenbürtig. Lediglich weniger Ecken und Kanten sind hier auszumachen, die manche Trinker so reizen. Stattdessen eine runde Fruchtigkeit. Der Drink gewinnt zunächst durch Verwässerung, trotzdem sollte man schnell trinken, denn irgendwann ist es zuviel des Wassers.

Wie man sieht, ist der Zucker hier nicht von Nöten, der Aprikosenlikör bringt genügend Süße mit. Als Minze möchte ich Kentucky Spearmint empfehlen, und dass nicht nur wegen ihrer Herkunft. Sie hat ein schön erdiges Aroma, wenig Menthol und viel von diesem... naja Minzaroma halt.


Georgia Mint Julep nebst Gin-Basil Smash mit "Queen of Sheba" Basilikum



Boah, komm teilweise gar nicht mit dieser ollen Textformatierung klar, schrecklich!

Kommentare:

  1. nennt man mit dem hammer zerschlagenes eis nicht cracked ice?
    crushed ice ist meines wissens feiner und von der große her einheitlicher...
    lg

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  2. Also nach der Bearbeitung mit dem Hammer ist das Ergebnis allemal feiner als crushed oder cracked ice. Fast schon shaved ice.

    Cracked ice stelle ich her, indem ich einen großen Eiswürfel in die Hand nehme und mit der Rückseite des Barlöffels ein zweimal kräftig draufhaue.

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  3. Ob Sie das Eis nachher beim Zubereiten als Würfel, zerschlagen (cracked) oder zermahlen (crushed) benötigen, kommt auf das Rezept an. Für manche Cocktails braucht's sogar Eisschnee.

    (quelle: http://www.kuechentipps.de/tipps/spezial/cocktails/grundausstattung/eis.html)

    so hab ich das auch gelernt...
    nat. kannst du wie ein verrückter das eis mit dem hammer bearbeiten, sodass nur noch eisschnee übrigbleibt, nur ist das in der regel nicht das ziel...
    man redet ja von den ürsprünglichen methoden, die zur herstellung von der nötigen konsistenz des eises für einen best. drink, verwendet wurden...
    allzu kleinlich wollen wir zwar nicht sein, aber mit einem hammer zerschlagenes eis nennt man schon cracked ice...
    manche werden dazu zwar crushed ice sagen, aber das ist genauso, wie manche zu dem glas granity-glas sagen und manche sagen caipi-glas, weil sie nicht wissen, wie es wirklich heißt...
    lange rede kurzer sinn...
    ich lasse mich gerne etwas besseren belehren, wenn du mir die nötige quelle besorgen kannst...
    habe auf die schnelle leider keine wissenschaftlichere quelle im internet gefunden, aber wie schon gesagt, so habe ich das auch gelernt...
    lg

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  4. Also um cracked Ice herzustellen, benutze ich ganz bestimmt nicht Hammer und Tasche. Das wird bei mir auch per Löffel produziert, auch wenn es nicht gerne gesehen ist, dass das Eis angefasst wird. David Wondrich sieht es aber eher wie Anonym: http://www.youtube.com/watch?v=dbHObbpcRmQ

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  5. Na, ich schlag dann schon einpaar mal öfter und härter zu als der werte Herr Wondrich :D

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  6. naja, aber dann bekommst du eben nicht das optimale und auch gewollte ergebnis hin, wenn du öfter und härter als der werte herr wondrich zuschlägst ;)

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  7. Für nen Julep eben schon! ARRR! Diese Diskussion führt nicht wirklich irgendwo hin :P
    Der geschätzte Herr McMillian macht's auch so:
    http://www.youtube.com/watch?v=gJV-O1e10z8

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  8. sorry der herr...
    du hast wohl meinen ansatz nicht ganz verstanden...
    nach dem beitrag von jigger, der sich ja auf wondrich bezogen hat, hast du gesagt: "Na, ich schlag dann schon einpaar mal öfter und härter zu als der werte Herr Wondrich :D" und in diesem fall wäre es sehr wohl richtig, dass du eben nicht das gewünschte ergebnis bekommst... ;)
    du musst uns schon deine kleine welt, die sich in deinem kopf abspielt und dort wohl auch sinn macht offenlegen, sodass auch wir deine aussagen, bzw. ansätze verstehen können...
    wenn du uns, den lesern deines tollen blogs die chance gibst, dann führen diese diskussionen sehr wohl irgendwo hin und werden nicht sinnlos...
    lg

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  9. Ok Anonym. Ich werde es beherzigen und hoffe damit ist unsere Fehde beendet.

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